Sommer. Sonne. Politik! Bericht aus dem Sommercamp 2012 im Kastell Windsor

Flora Petrik

Am 08. August startete „Aus[gegrenzt]“, das grünalternative Sommercamp zum Thema Grenzen und Freiheit der Jungen Grünen Österreich, der Grünen Jugend Bayern, Grünen Jugend Baden-Württemberg und der Jungen Grünen Schweiz. Über 100 junge Menschen kamen für 5 Tage ins Kastell Windsor in Rettenbach in Bayern, um sich zu vernetzen, Workshops zu besuchen, verschiedenste Freizeitaktivitäten auszuüben und gemeinsam den Sommer zu genießen.
Am Mittwochabend ging‘s mit einigem Trubel zuerst ans anmelden und Zimmer oder Zelt beziehen. Nachdem sich die anfängliche Aufregung ein wenig gelegt hatte und neue Bekanntschaften geschlossen wurden, hielten Vertreter*innen der vier Organisationen die Begrüßungsansprache und danach gab es das erste köstliche, vegane Essen der Kochcrew „Pastinaken“. Zum Abendausklang fanden ein Treffen der Bezugsgruppen, in denen sich die Teilnehmer*innen noch besser kennenlernen konnten, und eine große Willkommensparty statt.

Sommercamp 2012

Am nächsten Tag gab es am Vormittag die erste Workshopphase, bei der sich jede*r zwischen drei verschiedenen Workshops entscheiden konnten. Nach dem Mittagessen war Zeit für die Open Space Phase. Sprich: Platz für verschieden Freizeitaktivitäten, die weniger Konzentration als die Workshops am Vormittag erforderten. Von Jam-Session über Football bis Gebärdensprache und Meditation wurden unheimlich viele, spannende Programme von Aktivist*innen angeboten. Später fand die Podiumsdiskussion „Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit – Wege zu einer emanzipatorischen Gesellschaft“ statt. Den Abend verbrachten einige im Freiluftkino und/oder gemütlich am Lagerfeuer.

Auch am Freitag gab es wieder zwei spannende Workshopphasen mit vielen verschiedenen Angeboten wie zum Beispiel „Gesetz, Gleichheit, Gewalt… Zur Kritik des Staatsfetischismus“ , „Grüne Jugendpolitik“ oder auch ein Trampworkshop. Zwischendurch stand wieder Open Space auf dem Programm, auch dieses Mal mit den unterschiedlichsten Sport- und Spielaktivitäten. Nach dem Abendessen texteten einige auf dem Poetry Slam und danach wurden die größten Hits der letzten 30 Jahre beim Karaoke singen zum Besten gegeben.

Sommercamp 20121

Den Samstag begannen die Teilnehmer*innen wieder topmotiviert mit der ersten Workshopphase. Neben „Überwachen und Strafen“ stand zum Beispiel „Sexismus im Rap“ auf dem Plan. Die Open Space Phase am Nachmittag wurde wieder für Sport, Spiele und Regeneration genutzt, um den Kopf frei zu bekommen. Danach wurden Workshops zu den Themen „Arbeiter*innenlieder kritisch analysieren und singen“, „Materialistische Staatskritik und Grenzregime“ und „Heimat & Tradition“ abgehalten. Der letzte Abend wurde mit Grillen, dem Vortrag „Leben im Rausch“ und einer großen Abschlussparty gefeiert.
Nach einem großen Frühstück und gemeinsamen Aufräumen ging das Grünalternative Sommercamp 2012 mit einem Abschlussplenum zu Ende.
Fazit: Das grünalternative Sommercamp ist mittlerweile eine Fixpunkt in meinen Ferien – ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr 🙂