“Wie backe ich einen veganen Kuchen?”

von Christina Aichinger, Luca Engelmann und Jamila Schäfer

Vegane Rezepte sind nicht nur für Menschen, die sich aus moralischen oder ökologischen Gründen für rein pflanzliche Kost entscheiden, sondern auch für Allergiker*innen interessant, da sie milch- und eifrei sind. Zudem tragen viele vegane Gerichte zu einer bewussten und ausgewogenen Ernährung bei, da sie zum Beispiel oft Sojaprodukte als gesunde Alternative zu tierischen Erzeugnissen enthalten.
Nicht nur Kuchen, sondern auch auch Hauptgerichte, Salate, Suppen, Getränke, Soßen und Beilagen können vegan zubereitet werden.

Veganes Backen ist überraschenderweise gar nicht schwer. Denn Milch und Eier lassen sich einfach durch gängige pflanzliche Produkte ersetzen. Dennoch ist hier – wie beim Backen generell – eure Geduld und Kreativität gefordert. Hier gibt’s ein paar Alternativen:
Eier und Milch haben im Kuchenteig meist den Zweck, dass sie die trockenen Zutaten fest verbinden und den Teig geschmeidig halten sollen. Wie gelingt nun aber die geschmeidige Konsistenz ganz ohne tierische Produkte? Dafür solltet ihr die verwendeten pflanzlichen Alternativen immer auf die Teigsorte abstimmen:
Bei Rühr- und Hefeteigrezepten mit bis zu 3 Eiern könnt ihr diese einfach getrost weglassen. Die Hefe stabilisiert den Teig schon ausreichend, den Rührteig könnt ihr durch etwas mehr Flüssigkeit, Fett (pflanzliche Margarine oder Rapsöl statt Butter) und einen halben Teelöffel Backpulver auflockern.
Gebäck aus Mürbeteig kommt ebenfalls gut ohne Ei aus, da es zum Beispiel als Tortenboden ohnehin eher trocken gedacht ist, damit die Flüssigkeit fruchtiger Beläge nicht durchsickert.
In süßem Gebäck kann auch eine zerdrückte Banane oder eine Teetasse Apfelmus das Ei ersetzen. Dann solltet ihr jedoch mit der Flüssigkeit etwas sparen. Weitere Bindemittel, die sich auch für pikante Rezepte eignen, z.B. zum Panieren oder Binden von Gemüseburgern, sind Kichererbsen- und Sojamehl. Ein EL Sojamehl + 1 EL Wasser ersetzt dabei ein Ei.
Gemahlene Leinsamen, angerührt mit etwas Flüssigkeit, oder auch zerdrücktes Seidentofu aus dem Bio- oder Asialaden, können ebenfalls sehr gut ein Ei ersetzen und sind dazu auch noch sehr gesund.
Milch lässt sich durch Sojamilch, Hafer-, Mandel- oder Reisdrinks ersetzen. Noch einfacher geht’s mit Wasser und einem Schuss Rapsöl. Falls ihr für ein Rezept Buttermilch braucht, dann gebt einfach etwas Apfelessig oder Zitronensaft auf eine Tasse Sojamilch. Durch die Säure gerinnt die Flüssigkeit nach einer Weile.

Ähnlich einfach lässt sich auch veganer Schmand herstellen: ein wenig Soja- oder Hafersahne mit etwas Speisestärke aufkochen bis sie dick wird.
Auch Quark-Öl-Teig ist vegan möglich: einfach statt Quark aus Kuhmilch die angegebene Menge Sojajoghurt mit etwas Stärke (Mais- oder Speisestärke) andicken. Fertig!
In Reformhäusern gibt es übrigens auch fertiges Eiersatzpulver zu kaufen. Dies ist jedoch oft ziemlich teuer und mit den Tipps sollte es auch so klappen! Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

 

Apfel-Mandel-Kuchen

Zutaten:

für den Teig:
100g gemahlene Mandeln
200g 550er Mehl
100g Roh-Rohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
200ml Wasser

für den Belag:
600g Äpfel (entspricht ca. 3 normal großen Äpfeln)
Zucker, Zimt nach Geschmack
4 El gehobelte Mandeln

Zubereitung:

Die Zutaten für den Teig gut mischen, dann mit dem Wasser gründlich verrühren. Den Teig in eine gefettete Springform füllen.
Die Äpfel schälen, je nach Größe in Hälften oder Viertel schneiden, entkernen, die runde Seite mehrmals längs einschneiden und die Apfelscheibchen nebeneinander auf den Teig legen. Eventuell könnt ihr die Äpfel mit Zucker und Zimt bestreuen, damit sie geschmacksintensiver werden. Zum Schluss müsst ihr die gehobelten Mandeln nur noch möglichst gleichmäßig über den Kuchen verteilen und ihn dann bei 200° Umluft ca 35 Minuten lang backen.
Fertig ist euer komplett selbstgebackener und super leckerer veganer Kuchen. Lasst es euch schmecken!